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Seit 2018 schreibt die Sportjugend jährlich den HAFEN-Preis aus – die „Hamburger Auszeichnung für junges Engagement im Sport“.
Für den HAFEN-Preis können 14 bis 26-Jährige, die sich in einem Hamburger Sportverein oder einem Fachverband engagieren, vorgeschlagen werden bzw. teilnehmen – egal, ob als Trainer, Trainerin, Schiedsrichter, Schiedsrichterin, oder in einer anderen Funktion. Eine Jury wählt die drei überzeugendsten Kandidaten sowie ein Jugendteam aus, deren freiwillige Arbeit, als vorbildlich für andere Jugendliche und Jungerwachsene bewertet wird. Die Auserwählten erhalten Preisgelder für sportbezogene Materialien, Geräte, Kleidung und/oder Qualifizierungsmaßnahmen, die sie bei der Ausübung ihrer Engagements unterstützen.
In diesem Jahr wurde Madeleine Schulze am 13.06. mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Sie ist 25 Jahre alt und studiert Soziale Arbeit. Madeleine ist aktive Aikidoka und Trägerin des 2. Dan. Aikido trainiert sie selbst bei dem ranghöchsten Aikido-Lehrer des DAB in Hamburg beim Bramfelder Sportverein.
Sie unterrichtet die Kinder und Jugendlichen des Bramfelder SV als Co-Trainerin seit 2011 und seit Erwerb ihrer Trainer C-Lizenz 2017 als Haupttrainerin. Vorgeschlagen wurde sie von Michael Sander, dem Geschäftsführer des Bramfelder Sportvereins in Zusammenarbeit mit Andreas Kalbitz, dem 1. Vorsitzenden des Aikido-Verbandes Hamburg.
Seit 2019 ist sie die Jugendleitung des AVHH und im August 2019 durfte sie bereits als Juniorbeisitzende erleben, wie Jugendarbeit im Deutschen Aikido-Bund organisiert wird. Im Mai 2021 wurde Madeleine offiziell in den Bundesjugendvorstand des DAB gewählt. Im Rahmen dieser Tätigkeit übernimmt sie mehr und mehr Verantwortung bei der Organisation von Jugendtrainer-Workshops, Bundesjugendlehrgängen und bei der Organisation und Betreuung des “Samuraicamps”, das als Bundesveranstaltung jeden Sommer zahlreiche Kinder und Jugendliche an die Ostsee führt. Zudem übernimmt sie im BSV die Abrechnung der Gelder für Lehrgänge an die Abteilungsmitglieder des Aikido.
Verliehen wurde der Preis von den drei Jurymitglieder am Delegiertentag der Hamburger Sportjugend.
Wir sind alle total stolz auf Madeleine.
Das gesamte Trainerteam des Bramfelder SV
Autor/in: Trainerteam
Fotos: Tim Krause
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Jeder hat einen Geist, der verfeinert werden kann, einen Körper, der auf irgendeine Weise trainiert werden kann, einen geeigneten Weg. Du bist hier, um deine innere Göttlichkeit zu erkennen und deine angeborene Erleuchtung zu manifestieren. Morihei Ueshiba
Mit großer Betroffenheit und tiefer Trauer nehmen wir Abschied von
Wolfgang Glöckner
der im Alter von 65 Jahren verstorben ist. Über 37 Jahre hat Wolfgang trotz deutlicher körperlicher Einschränkungen Aikido aktiv betrieben. In dieser Zeit hat er das Vereins- und Verbandsleben in Hamburg engagiert und maßgeblich mitgestaltet und geprägt.
Als Abteilungsleiter und Kindertrainer der BKSV Goliath von 1903, als Gründer, Trainer und Abteilungsleiter der Aikido-Gruppe tus Berne und als Kassenprüfer und später als Vorsitzender des AVHH hat er sich stets tatkräftig, uneigennützig mit Neugier und Enthusiasmus für das Aikido eingesetzt.
Wir verlieren mit ihm ein geschätztes Mitglied und einen Freund. Wir danken Wolfgang für seine Unterstützung und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Aikido Verband Hamburg e.V. Vorstand
Wir, die Aikido-Gruppe des TuS Berne, haben Wolfgang als herzensguten, stets hilfsbereiten und mit jeder Faser für das Aikido begeisterten Freund erlebt. Sein trockener und oft auch skurriler Humor hat uns zum Lachen gebracht. Wolfgangs Lob war wohldosiert und wenn er nach einer Prüfung sagte: „Das war gar nicht mal so schlecht!“, durfte man wirklich stolz sein. Auch konnte er stets wunderbare Anekdoten aus seinem Leben, von seiner Band und seinem Aikido-Werdegang erzählen. Doch genauso war er außerhalb des Sports immer mit einem offenen Ohr und einem Rat für einen da.
Ein paar Stimmen aus der Gruppe: „Mir fehlen die Worte!“, „In meinem Herzen wird Wolfgang immer einen Platz haben!“, „Lasst ihn uns in Erinnerung behalten, wie er vor der Erkrankung war!“, „Super Trainer, bin geschockt!“, „Wolfgang gehörte immer dazu…!“, „Er wird mir fehlen!“, „Er war ein besonderer Mensch mit sehr starkem Charakter - ein richtiger Kämpfer!“.
Es stimmt uns alle sehr traurig, dass der DAB es nicht mehr geschafft hat, Wolfgangs großen Wunsch zu erfüllen und ihm eine Graduierung zum 1.Dan zu verleihen. Er hätte es wahrlich verdient! Vielleicht lernen wir alle daraus, dass nicht immer die Bürokratie im Vordergrund stehen sollte.
Lieber Wolfgang, wir alle werden Dich mit einer Träne im Auge und einem Lachen im Herzen in wunderbarer Erinnerung behalten.
Deine Aikido-Gruppe vom TuS Berne
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Auf Einladung des Uni-Dojo Zanshin Lübeck e.V. hatte ich die Gelegenheit, am 26.11.2022 an einem Lehrgang mit Marian Wiśnewski teilzunehmen.
Marian Wiśnewski ist Träger des 6. Dan des AIKIKAI Polen und regelmäßig als Trainer zu Gast im Uni-Dojo Zanshin Lübeck.
Neben den gastgebenden AIKIDOKA nahmen auch zahlreiche Sportler aus Greifswald, Wismar, Henstedt-Ulzburg und Hamburg teil, so dass auch die letzten Reserven an Matten ausgelegt werden mussten, um genügend Trainingsfläche für alle zu haben.
An diesem Trainingstag lag der erste Schwerpunkt auf Katame-Waza gegen Fassangriffe. Wir übten uns in Abwehrtechniken gegen Katate-tori, Ryote-tori, Ryo-Kata-tori und Mune-tori. Hierbei erklärte und zeigte uns Marian, dass eine Technik, die gegen Katate-tori wirksam ist, auch gegen die anderen Fass-Angriffstechniken vom Handgelenk bis Schulter funktioniert.
Weiterhin machte uns Marian die Bedeutung eines richtig gesetzten Atemi klar. Ein Fassangriff erfolgt in der Regel nie zu einem Selbstzweck, sondern ist die Einleitung für einen folgenden Angriff, sei es ein Fausthieb, Kopfstoß oder Messerstich.
In der zweiten Trainingseinheit übten wir uns im Ken Tai Jo, der Verteidigung mit dem Stab gegen das Schwert. Die Übungen waren so aufgebaut, dass Jo gegen Ken gewinnt.
In beiden Trainingseinheiten gab Marian eine schrittweise Einführung, sodass man auch neue Techniken bzw. Varianten leicht erlernen konnte.
Alle Teilnehmer arbeiteten konzentriert und mit Freude am Erlernen der Technik bzw. an der Verbesserung der eigenen Ausführung.
Ein dritter Schwerpunkt des Tages war die Abnahme von DAN-Prüfungen durch Marian.
Raya D. bestand die Prüfung zum 1. Dan, Antonina W. und Dennis D. absolvierten die Prüfung zum 2. Dan erfolgreich.
Ich hatte zum ersten Mal die Gelegenheit als Zuschauer DAN-Prüfungen zu sehen und war von den erbrachten Leistungen sehr beeindruckt.
Insgesamt hat mir die Atmosphäre auf diesem Lehrgang sehr gut gefallen.
Sehr erfreulich war für mich persönlich, dass ich unter der großen Zahl der Teilnehmer doch den einen oder anderen AIKIDOKA von anderen Lehrgängen kannte. Ich sehe die Teilnahme an Lehrgängen bei anderen Vereinen als Bereicherung und Möglichkeit der persönlichen Weiterentwicklung an, die jede(r) Aikidoka nutzen sollte.
Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei Jan und Piet für die Einladung bedanken. Über eine erneute Einladung würde ich mich freuen.
Dômo arigatô gozaimashita!
Roland
Foto: „Mit freundlicher Genehmigung des Aikido- Uni-Dojo - Lübeck“
vom 17. – 19. Juni 22 in Hamburg beim Walddörfer Sportverein

Foto: Wolfgang Glöckner
Heiß war es an dem Juniwochenende in ganz Deutschland.
In Hamburg wurde aber statt zu baden fleißig trainiert und viel geschwitzt. Viele Aikidoka sind aus ganz Deutschland zum Bundeslehrgang angereist, um an drei Tagen bei Alfred das Training zu genießen.
Die vierte Kata stand auf dem Programm. Für viele Aikidoka ein Novum, denn die Teilnahme war ab dem 1. Kyu möglich. Wie sollte es in den drei Tagen gelingen, diese Inhalte zu vermitteln?
Alfred gelang dieses souverän. Immer wieder wurden die verschiedenen Teile der Kata gezeigt und analysiert. Die Grundform wurde so verständlich.
Alfred wies aber immer wieder darauf hin, dass er nur sein Bewegungsbild der 4. Kata zeige. Die sei seine Kata. Da jeder Mensch aber einen anderen Körper hat, muss auch jeder Aikidoka seine eigene Kata finden und interpretieren. Die Grundform der Kata bietet einen Rahmen, der die Gelegenheit bietet, sich weiterzuentwickeln. Ein Katatraining ist weder langweilig noch stupide. Je intensiver es ausgeführt wird, desto lebendiger wird die Kata und ermöglicht die Entfaltung des Aikidoka.
Das hat Alfred uns mitgegeben und wir danken für den schönen Lehrgang.
Die Ausrichtung des Lehrganges wurde durch einige Widrigkeiten erschwert. Wegen der Pandemie musste er zweimal verschoben werden, außerdem hat ein Starkregen die Halle beschädigt, sodass Matten kreuz und quer transportiert werden mussten. Außerdem trieb eine Messe die Hotelpreise in die Höhe. Auch wenn Aikido kein teurer Sport ist, führte dies mit An – und Abreise zu hohen Kosten.
In diesem Sinne hoffen wir auf weitere Bundeslehrgange im hohen Norden.
Für die Ausrichtung sei auch Joachim Eiselen und Markus Möller vom Walddörfer Sportverein und ihrem Team gedankt.

Foto: Wolfgang Glöckner
Dieser Bundeslehrgang war einer der letzten Bundeslehrgänge, die Alfred als Bundestrainer absolviert hat. Wir hoffen auf weitere Lehrgänge im Norden mit ihm: als Bundestrainer musste er - nun darf er sich aussuchen, ob er wieder kommen möchte. Wir sind bereit.
Ingrid Kositzki
Walddörfer Sportverein, Hamburg

